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Erste Eindrücke & "Donde esta mi Kicker?":)

Soooo nach den ersten Tagen der Eingewöhnung ist es wohl Zeit für meinen ersten Blog-Eintrag: Also zuerst einmal danke an die Leute die mich in meinem Wunsch nach Chile zu gehen bestärkt haben, denn ich bin echt froh diesen Schritt gegangen zu sein und werde ihn auch sicher nicht bereuen Danke, dass ihr mir den Rücken gestärkt habt und immer noch stärkt Die letzten Tage vor der Abreise waren irgendwie etwas nervig...Ständig flog irgendwas rum wo es nicht hingehötre und mich beschlich die Angst das irgendwas in meinem 23 Kilo schweren Koffer fehlt(inzwischen weiß ich dass es gefühlt 20 warme Pullis sind :D) Am vorletzten Abend in Good old Leopoldshöhe habe ich dann nochmal meine Freunde zum Grillen und Quatschen eingeladen und ich muss sagen, dass es schöner nicht hätte sein können. Es tat gut nochmal fast(!) alle gesehen und gesprochen zu haben. Das Gefühl, dass jemand der noch soviel Kilometer von dir entfernt ist und trotzdem an dich denkt macht irgendwie glücklich und nimmt einem auch ein wenig die Angst Klar, gibt es Dinge die ich vor meiner Abreise noch gerne gemacht hätte aber für mich war es die beste Zeit zu gehen und beschwingt von der Vorfreude auf etwas komplett Neues ging es dann am nächsten Tag gemeinsam mit meiner Mama, Bekki und Carl zum Flughafen, wo wir dann einige der anderen Freiwilligen getroffen haben. Bis dahin hatte ich immer noch nicht ganz realisiert, dass es jetzt wirklich, komplett, echt total losgeht. Nachdem ich dann einige viele Tränen verdrückt hatte, konnte ich mich dann doch losreißen und bin gemeinsam mit den anderen 10 ins Flugzeug gestiegen-allerdings mit der Hoffnung, dass wir in der einen Stunde, die wir in Madrid zum Umsteigen hatten- hinkommen würden. Dem war allerdings nicht so- Der Flieger war weg und ich stand dann doch ziemlich aufm Schlauch :D Ronja (eine meiner Mitfreiwilligen) ist von Zürich ausgeflogen und hatte den Flieger nach Madrid noch bekommen können. Wir anderen leider nicht. Wir wurden dann umgebucht und sind dann statt der Route London-Madrid-Santiago noch über Sao Paolo und Buenos Aires geflogen. Das ewige Gewarte am Flughafen und die lange Reise zerrten nach einer Weile sehr an den Nerven,weswegen ich froh war,dann endlich nach 36 Stunden in Santiago angekommen zu sein. Leider ist unser Gepäck nicht die gleiche Strecke geflogen wie wir. Zwei Koffer standen am Gepäckband aber der Rest galt bis dahin als verschollen. Wir haben dann erstmal unsere Daten hinterlassen und aufgeschrieben wie unsere Koffer aussehen bzw. was drin ist. Mauricio (Unser Ansprechpartner Nr.1 ) hat uns dann gemeinsam mit Ronja abgeholt und zu unserer Wohnung nach San Felipe gebracht. Unsere Nachbarin hatte uns schon ein wenig zu Essen hingestellt, was mich fast noch mehr gefreut hat als die Tatsache endlich angekommen zu sein Diese Geste fand ich wirklich sehr sehr süß und hat mich auch ein wenig die Eises-Kälte vergessen lassen. Wir haben dann noch etwas Tee getrunken und uns mit Mauricio unterhalten. Bis dahin dachte ich noch, dass ich mich wenigstens ein bisschen verständigen kann- bis er mir dann verständlich machte dass er sehr langsam und deutlich spreche. Er sei Lehrer und müsse deshalb mit uns reden, als wären wir Bekloppte :D Von unserer Wohnung bin ich wirklich begeistert sie ist klein aber fein und noch schöner als ich sie mir vorgestellt hatte Nachdem wir die Zimmer ausgelost hatten bin ich dann zufrieden ins Bett geplumst In der Nacht konnte ich trotz der Kälte recht gut schlafen. Ich hatte auch kein Jet Leg- zum Glück!!!! Am nächsten Tag haben wir versucht uns so dick wie eben nur möglich in unsere Anziehsachen einzupacken In Tinis Zimmer haben wir dann einen Sack mit Kleidung der Ehemaligen gefunden,die wir dann verwendet haben Trotzdem habe ich noch nie so gefroren wie in den letzten Tagen- da hilft nur Bewegung und eine heiße Dusche, über die ich mich noch nie so gefreut hab wie hier (auch wenn das warme Wasser nur 10 Sekunden anhält :D). Am nächsten Tag sind wir dann in die Casa Walter Zielke gegangen um die Jungs und Patty und Mario kennen zu lernen. Mario spricht deutsch und die erste Frage die er uns stellte war neben „Wir war euer Flug?““Dondé esta mi „Kicker“? Als wir ihm erklärten, dass unser Gastgeschenk noch in unseren verschollenen Koffern steckte, war er dann etwas enttäuscht. :D Die Jungs aus der Casa sind alle echt nett und haben sich über unsere Ankunft gefreut. Leider verstehe ich momentan noch gar nichts. Sie sprechen sehr schnell,umgangssprachlich und undeutlich. Die Sprache erinnert mich ein wenig an die der Minnions (kleine gelbe Teile aus dem Film „Ich einfach unverbesserlich“:D). Ich hoffe, dass ich da in den nächsten Tagen etwas besser durchsteigen werde aber es ist wirklich schwer. Selbst wenn ich im Spanischunterricht aufgepasst hätte, würde mich das hier kein Stück weiterbringen. Aber dass ich nichts verstehe, spornt mich irgendwie an diese Sprache noch schneller zu lernen und das Phase 6 Fenster auf meinem Pc nicht immer sofort wegzuklicken, sobald es erscheint. In den letzten Tagen sind wir immer um 1 in die Casa und haben gemeinsam mit den Jungs zu Mittag gegessen. Es wird viel gelacht und des öfteren auch mal laut, was bei so vielen Jungs ja nicht verwunderlich ist. Ich freue mich schon auf den Tag, an dem ich endlich verstehe was sie sagen. Momentan kann ich nicht-mal unterscheiden ob sie Witze über einen machen oder irgendwas nettes sagen-denn wie gesagt ich verstehe einfach nichts :D Am ersten Tag hat uns Mauricio die Bank gezeigt und ist mit uns Kaffee Trinken gegangen. Danach gab es eine kleine Vokabel Session im Supermarkt und ein langes Gespräch über das was wir hier machen werden. Es war echt interessant und hat mich ein wenig weitergebracht Am Abend hat sich dann eine Mitfreiwillige unfreiwillig im Klo eingesperrt. Die Befreiungsaktion hat ca 1 Stunde gedauert und war (ja okay irgendwie auch ein wenig fies darüber zu lachen :D) ziemlich witzig. Nachdem wir die Türklinke rausgeschraubt hatten sind Ronja und ich zu unserer netten Nachbarin gegangen um um Hilfe zu bitten. Als wir unser Problem geschildert hatten begann hat sie uns erstmal hereingebeten, ihre Gäste vorgestellt und gefragt ob wir Tee möchten. Danach hat sie dann Ronja (die kann wesentlich besser Spanisch als ich :D) erklärt wie wir die Tür auszuheben zu haben. Nachdem wir Tini von außen (Klofenster) Instruktionen gegeben haben hat sie es dann endlich geschafft sich aus dem Klo zu befreien. Am darauffolgendem Tag bin ich aufgewacht und mein erster Gedanke war, dass ich mir erstmal ne Ladung heißes Wasser über meine Füße kippen möchte. Aus unserem Wohnzimmer hörte ich Musik und als ich aufstand um nach zusehen, hüpfte und tanzte Carla durchs Wohnzimmer und machte Liegestützen um sich warmzuhalten. Um nicht zu erfrieren hab ich dann einfach mitgemacht (außer die Liegestützen -Ihr kennt mich ja :D). Der darauffolgende Moment war einer der schönsten in den bisherigen Tagen, da ein Auto vor unserem Haus hielt und 17 Koffer für uns auslud. Wie ein kleines Kind, dass seit Tagen auf den Postboten wartet stand ich am Zaun und hab mich einfach nur gefreut endlich endlich endlich in meine warmen Sachen zu schlüpfen . Abends waren wir im Theatro Municipal und haben uns ein Gitarrenkonzert eines in Deutschland lebenden Ehepaares angehört. Es war zwar echt schön aber auf Dauer sehr ermüdend,weswegen ich mehrmals eingenickt bin. Ein Junge aus der Casa hat das beobachtet und reißt nun immer mal wieder ein paar Witze darüber Achja einen Hund gibt es auch-Luchita ist ein Straßenhund der in der Casa gefüttert wird. Er folgt uns auf Schritt und Tritt und ist wirklich super lieb (ohja-wenn soetwas über einen Hund aus meinem Mund kommt muss das wirklich was heißen :D Heute waren wir wieder in der Casa und haben danach eine kleine Runde auf dem Markt gedreht,welcher anlässlich des Stadtjubiläums eine Woche eröffnet wurde. Hier gibt es sooooo geile Mützen mit Gesichtern drauf. Von Bart Simpson bis hin zum Krümel Monster ist alles dabei und wer mich kennt, der weiß genau, dass ich mich bei sowas dumm und dusselig kaufen könnte. Leider komme ich noch nicht so ganz mit der Währung hier zurecht (Die meisten von euch wissen ja, dass ich mit Mathe und Zahlen nicht allzu viel anfangen kann :D). Zum Glück rechnet Marian meistens für mich um. Nachdem wir morgens die Sonne, die sich allmählich blicken lässt, genießen konnten, sind wir in die Casa und dann in die Stadt gegangen, um von Mauricio zu erfahren, wo man Dinge des alltäglichen Gebrauchs kaufen kann Dabei haben wir Kontakt mit einer Frau im Waschsalon geknüpft,die eine Tochter in unserem Alter hat.Ich freue mich schon sie kennen zu lernen Bei diesem Gespräch ist mir aufgefallen wie herzlich hier aufeinander zugegangen wird. Wir standen mindestens 20 Minuten in diesem Laden und die beiden erzählten uns alles mögliche und haben uns jederzeit ihre Hilfe angeboten. Hier wird sich auch ganz anders gegrüßt- Jeder bekommt einen Kuss auf die Wange. Das finde ich wesentlich schöner als das doch irgendwie steife deutsche Händeschütteln wie ich es kenne :D Außerdem gab es ein kurzes Wiedersehen mit den Freiwiliigen aus Santiago, die ihre Koffer abgeholt haben. Wir haben uns ausgetauscht und viel erzählt und ich bin nach diesem Gespräch mal wieder sehr sehr froh darüber gewesen, dass wir in so einer behüteten Gegend wohnen. An diesem Abend haben wir in der Küche geholfen und mit den Jungs gequatscht. Ich habe viel neues erfahren, da mir ein Casa Junge z.B. einen selbstgeschriebenen Rap gezeigt hat. Die Jungs sind wirklich nett-Nach dem Theater haben sie uns sogar nach Hause gebracht und sich sehr interessiert versucht mit uns zu unterhalten, so gut es eben geht Jetzt sind wir wieder zuhause angekommen und ich sitze in Skiunterwäsche, 4 Tops samt 2 Pullovern und Fleespulli auf dem Bett und hoffe, dass ich diese Nacht nicht so friere wie die letzte Also, ich hoffe ihr konntet einen ersten Einblick von meinen ersten paar Tagen hier bekommen Ich freu mich aufjedenfall auf alles was noch so kommen mag: auf die neue Kultur, die Arbeit, die Sprache, die Menschen, die Möglichkeiten und Erfahrungen sowie auf die positiven als auch die negativen Seiten,die dieses Jahr haben werden. Egal was kommen mag-Ich fühl mich gewappnet :D Bis dahin versuch ich mich nicht von den kläffenden Kötern aus der Nachbarschaft, dem Chilenischen sowie dem ständigen Hinterhergehupe und Gepfeife (Kaum zu glauben- das passiert sogar wenn man wie der ranzigste Schlonz rumrennt!), denn es wird noch soviel passieren auf das ich mich einfach freuen kann und bis auf die Anfangsschwierigkeiten lief bis jetzt alles super! <3 Hasta luego-Haltet die Ohren steif!!! eure Kathi Ps: Bilder gibt’s dann demnächst-wenn sich ein paar angesammelt haben

10.8.13 05:06

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jana (10.8.13 13:49)
heheh das ist uns auch passiert mit dem klo :D


jana rehnert (10.8.13 15:20)
Oh kathi das klingt ja alles total toll <3 ich bin so froh dass es dir so gut geht! Am liebsten würde ich aber gleich heute zu dir reisen und bei euch wohnen vermisse dich hier :*
Trotzdem freu ixh mich jetzt jedes mal auf deinen blog


lara (11.8.13 12:06)
tja, ich glaube das mit dem klo haben wir vergessen zu erwähnen


christina (13.8.13 12:07)
süße grüße aus der ferne, deine alte blechlaterne!
Ich friere auch ziemlich,...ich hoffe mein guter Freund der deutsche sommer macht sich nciht jetzt schon aus dem staub...

Bist du stolz, nachdem Jenny und Pia schon erzählt haben, dass sie deinen blog gelesen haben, musste ich mich doch dann auch mal dransetzen...

Kussiherzi


Selma (28.8.13 17:59)
Kathi du kannst so gut schreiben :D als ich die länge des Textes gesehen habe dachte ich 'nicht ihr ernst, ich schlafe gleich ein' aber war total witzig!! freut mich dass es dir gut geht genieß die zeit und pass auf dich auf

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