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Die ersten Wochen im schönen San Felipe :) <3

Kaum zu glauben, dass schon wieder eine Woche rum ist-die Zeit vergeht hier wirklich wie im Flug Aber es gefällt mir nach wie vor sehr und ich bin jeden Morgen froh in meinem neuen Zimmer in San Felipe aufzuwachen Außerdem ist die Kälte so gut wie weg, d.h. Man muss auch nicht mehr mit 6 Schichten schlafen. Jeden Tag wird das Wetter ein bisschen schöner und steigert meine Laune Letzten Sonntag sind wir alle zusammen auf einen riesigen Markt gegangen, um uns mit Obst und Gemüse zu beladen,was hier wirklich billig und lecker ist Als Ronja, Carla und ich wenig später alleine unterwegs waren hat uns ein Mann in einem Auto angesprochen und uns gefragt, ob wir Interesse hätten auch mal in Chile zu reisen,da er eine Reiseagentur besitze. Mit reichlich Sicherheitsabstand (:D)haben wir uns dann mit ihm unterhalten. Er wusste merkwürdigerweise schon direkt wo wir wohnen und hat ganz zufällig auch einige Freunde in Deutschland. Als er gefragt hat ob wir uns mal treffen wollen, haben wir ihn gefragt ob wir uns seine Firma auch im Internet angucken können. Daraufhin hat er uns seine Karte gegeben und wir sind gegangen-komischer Kautz!! Momentan sind wir noch in der Vorbereitungszeit d.h. Wir gucken uns die Projekte an, verschaffen uns einen Überblick um dann zu entscheiden, wo wir arbeiten möchten. Außerdem haben wir morgens einen „Sprachkurs“. Ich setze es mal in Anführungszeichen, weil es kein herkömmlicher Sprachkurs ist. Wir fangen meist mit irgendeinem Thema an (Pronomen, Geografie, Badezimmer und Möbelvokabeln etc) aber dann landen wir bei irgendeinem anderen Thema wie z.B. Politik oder unserem Freiwilligendienst. Diese Art von Unterricht gefällt mir wesentlich besser- wir lernen nicht irgendwelche trockenen grammatikalischen Konstruktionen sondern erfahren etwas über die Situation und Struktur im Land und die Unterschiede zu Deutschland. Obwohl es manchmal schwer fällt immer aufmerksam zu zuhören, gehe ich gerne hin, denn Mauricio hat einfach genau meinen Humor. Ich könnte den ganzen Tag über seine Witze lachen und außerdem versteh ich das meiste von dem was er sagt, was mich irgendwie noch mehr zum Lernen anspornt. Allgemein ist der Umgang mit ihm sehr locker. Er hat uns am Anfang erklärt, dass er keine Regeln vorschreibt, sondern nur Ratschläge gibt. Wir sollen machen, was wir für richtig halten aber von manchen Sachen sollten wir wissen, was er davon hält. Wir haben in diesem Jahr die Möglichkeit eine andere Kultur kennen zu lernen und wenn wir diese Chance nicht nutzen, sei das Unsere Sache. Ansich finde ich es gut, dass er nicht so streng ist, also kein strenger Vorgesetzter sondern eher wie ein guter Freund ist. Aber trotzdem finde ich, dass er das Recht hätte, uns zu sagen, wenn ihm etwas gegen den Strich geht. Außerdem gibt es meiner Meinung nach Sachen, die einfach unnötig und nicht angebracht sind. Wenn man schon mal die Chance hat ein Jahr hier zu sein sollte man sie auch nutzen! Nach dem Sprachkurs essen wir zusammen mit den Jungs aus der Casa. Danach gehen wir meistens gemeinsam in die Stadt, um irgendwelche organisatorischen Sachen zu klären. Gestern und Vorgestern haben wir z,B. Unseren chilenischen Pass beantragt. Das ganze hat seeeehr viel Zeit in Anspruch genommen. Die Chilenen gehen diesen Kram sehr entspannt an und lassen sich auch von nichts und niemandem aus der Ruhe bringen. Trotzdem war ich nicht genervt oder gestresst, da wir danach Completos (Spanischer Hotdog) essen gegangen sind. Mein „Gemüse-Hot-Dog“ war nicht schlecht-trotzdem bin ich froh, dass wir für uns selber kochen können und nur gelegentlich außerhalb essen . Allgemein ist hier nicht so strukturiert und organisiert. Als wir das erste Projekt besuchen wollten und Mauricio an der Tür geklopft hatte, war anscheinend keiner da. Er hats noch 2 mal probiert, hat dann mit den Schultern gezuckt und wir sind zurück gegangen. Ich fands irgendwie witzig. Dieses Verpeilte und Gelassene gefällt mir sehr :D Trotzdem freu ich mich, wenns mit dem Arbeiten los geht, da ich in der freien Zeit oft an meine Familie und meine Freunde denke. D.h. Heißt nicht, dass ich mich hier nicht wohl fühle und nach Hause will, sondern einfach, dass es Momente gibt, in denen ich mir einfach meine gestörte aber liebenswerte Familie wünsche oder eine Kim und Tina neben mich damit sie mich wie gewohnt auslachen, wenn mir irgendwas peinliches passiert, oder eine Bekki, die über meine schlechten Witze lacht...oder eine Polina, die mich mit ihrer Tollpatschigkeit zum lachen bringt....oder eine Sassie, die einfach nur zu grinsen braucht und mir geht’s wieder gut Ich könnte jetzt 2748494 Beispiele nennen und viele andere Namen nennen, aber darum solls in meinem Bericht garnicht gehen. Ihr solltet nur wissen, dass ich euch echt vermisse und lieb habe & dass ich froh bin, eure Gesichter über Skype etwas verpixelt aber dennoch gut erkennen zu können Worum es eigentlich gehen soll, sind die Projekte die wir in der letzten Zeit angeguckt haben. Zu aller erst waren wir im Pablo Sexto, einem Jungenheim, dass etwas weiter entfernt von unserem Haus liegt. In diesem Projekt werden wir mit den Jüngsten beschäftigen, den Tias bei verschiedenen Aktivitäten helfen und -sehr erwünscht von der Leiterin-eigene Aktivitäten einbringen. Als wir ankamen, war nicht allzu viel los, da die meisten Jungs noch in der Schule waren. Wir haben uns dann mit der neuen Leiterin unterhalten. (d.h. Sie hat geredet und Philipp übersetzt :D) Im letzten Jahr gab es wohl einige Probleme mit diesem Projekt, sodass Mauricio offen aussprach, dass wenn sich nichts an der Situation ändern würde, er keinen Freiwilligen mehr schicken werde. Die neue Leiterin versicherte uns aber, dass sie einige Änderungen vornehmen werde und dass es nicht noch einmal soweit kommen werde. Sie wirkte sehr offen für neues und versicherte uns desöfteren, dass sie sich wirklich freut, wenn wir uns für das Pablo entscheiden. Danach haben wir dann einen kleinen Rundgang gemacht, uns die kleinen Häuser, der jeweiligen Altersgruppen angeschaut und wurden einigen Erziehern vorgestellt. Die meisten waren sehr offen und freundlich nur eine Tia hat uns nicht mal gegrüßt und kaum beachtet. Das Äußere sowie das Innere der Häuser hat mich sehr an mein Praktikum in Nordfrankreich vor 2 Jahren erinnert, als ich eine Woche lang in der „Rouche“ (Ferienspiele für 3-10 jährige) mitgewirkt habe. Das hat echt schöne Erinnerungen an meinen Sommer in meiner französischen Gastfamilie hervorgerufen Das nächste Projekt, das wir angesehen haben, war das „Hogar de Christo“. Im Hogar treffen sich Senioren um gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen, zu reden, Domino zu spielen oder zu singen. Als wir ankamen, saßen schon einige von ihnen im Vorhof und lauschten gemeinsam einem Gitarrenspieler. Die freundlichen Gesichter und allgemein die Atmosphäre haben mir einen echten Glücksmoment beschert. Die Leiterin des Heims hat uns dann unsere Aufgaben erklärt und gleichzeitig erwähnt, dass die Ehemaligen sich wirklich super eingebracht hätten . Neben dem Essen zubereiten werden wir viel mit den Senioren sprechen und uns mit ihnen beschäftigen. Außerdem gibt es zwei weitere Bereiche, in denen wir, wenn wir etwas länger dabei und uns eingelebt haben, teilnehmen können. Die zweite Tätigkeit besteht darin, zu den Senioren, die sich nicht mehr bewegen können, nachhause zu fahren und die dritte, nachts zu den Senioren, die auf der Straße zu gehen und ihnen etwas zu Essen zu bringen. Wie gesagt, dass geht natürlich erst wenn man sich schon etwas eingelebt hat und besser bescheid weiß Jedenfalls war auch hier der erste Eindruck ein sehr guter und ich freu mich schon auf das, was ich dort erleben darf Das nächste Projekt liegt etwas weiter entfernt in los Andes und ist ein Mädchenheim. Dieses Projekt wird erst dieses Jahr wieder „in Betrieb genommen“, da es vor langer Zeit wohl so war, dass dort aggressive Mädchen andere Freiwillige geschlagen haben, woraufhin verständlicherweise keine Freiwilligen mehr geschickt wurden. Wir haben eine kleine Führung bekommen und uns wurde erklärt was wir so machen werden. Bei den Jüngsten war niemand da, aber die älteren Mädels haben uns neugierig gemustert und haben uns ganz begeistert das Gelände gezeigt. Es gibt auch Mädels die so alt sind wie wir und schon zur Uni gehen. Mit denen werden wir natürlich nicht spielen oder sie bespaßen, da sie schon sehr selbstständig leben und viel Freiraum haben. Hier geht es, wie die Leiterin des Heims erklärte, er um den kulturellen Austausch. Neben diesen 3 Projekten gibt es noch eine Schule, in der wir Englisch unterrichten können aber darauf habe ich ehrlich gesagt garkeine Lust. Schon beim Gedanken an Schule,Unterricht und Lehrer bekomme ich die Krätze. Das hatte ich 12 Jahre lang zu Genüge und brauch ich echt nicht noch ein Jahr Heute haben wir von Mauricio erfahren, dass wir in die „Villa Industrial“ wahrscheinlich nicht mehr gehen werden. Die Begründung habe ich nicht ganz verstanden und als ich einer Ehemaligen geschrieben habe, war sie echt entsetzt. Ich hoffe, dass wir uns die Villa auch noch angucken werden und dass das Projekt auch in diesem Jahr noch weiter läuft. Natürlich werde ich nicht in allen Projekten arbeiten, da man so zwar „bei allen dabei aber in keinem richtig“ ist. Trotzdem habe ich momentan schon ne Vorstellung wo ich hin und wo ich nicht so gerne hin will. In den nächsten Tagen werden wir dann absprechen wer wo hingeht und unseren „Stundenplan“ erstellen. Und wenn wir grade nicht in der Casa, in der Stadt oder beim Projekte angucken sind, dann machen meine Mitfreiwilligen und ich uns nen netten Abend auf der Couch Meistens gucken wir nen Film. Letzten haben wir „Spirit“ geguckt und als wir dann den chilenischen Weißwein ausprobiert haben,kam uns die Idee, dass man daraus auch ein super Trinkspiel machen könnte. Erst wollten wir bei jedem Wiehern was trinken, aber das ist wirklich unmachbar. Guckt euch die ersten 5 Minuten von dem Film an und ihr versteht was ich meine :D Letztes Wochenende haben wir uns an den Patio getraut, ihn sauber gemacht und ausgeräumt. Mir wurde von orangenen Spinnen berichtet, die sich im Dunkeln verstecken und deren Biss echt schmerzhaft sein soll. Ich war echt panisch und habe in jeder Ecke son Viech gesehen-Hoffentlich muss ich solch eine Erfahrung in diesem Jahr nicht machen :D Was mein Spanisch angeht: Ich verstehe immer noch kaum was. Ich lerne zwar viele Vokabeln aber nach 2 Tagen sind die wieder futsch.D Meistens höre ich zu und wenn ich mal was sagen will, dann fehlen mir meistens die Vokabeln oder ich weiß die einfachsten Präsensformen nicht. Aber ich will mich davon nicht unterkriegen lassen, denn die Sprache ist echt schön und ich will mich endlich verständigen können.Außerdem ermutigen mich die Jungs auch immer was zu sagen.Okay einige machen auch ihre Witzchen aber dann freu ich mich auf den Tag, an dem ich auch mal einen von meinen unwitzigen Witzen einwerfen kann :D Außerdem kommt man hier mit „si si“ „quizas“ und mit dem Kopf nicken doch weiter als ich erwartet habe :D Wir haben außerdem noch Besuch von einer Ehemaligen bekommen, die ihre Semesterferien in Chile verbringt. Caro ist super nett und lustig! Caro hat uns nettwerweise Schokolade mutgebracht <3 <3 <3- Ich freu mich wenn das Paket von meiner Mama da ist-ohne Schoki geht’s nicht :D Letzten Sonntag sind Carla und ich das erste mal in Chile joggen gewesen. Es wurde leider schon dunkel als wir dann soweit waren, aber wir dachten uns, dass man uns zu zweit bestimmt nix anhaben kann. Außerdem ist San Felipe sowieso sehr sicher,sodass man wirklich keine Angst haben braucht. Wir sind ca. ne halbe Stunde gelaufen aber dann erschien uns die Straße, die wir gewählt haben doch nen bisschen spooky, weswegen wir den Rückweg angetreten sind. Die Zeit zum Laufen war wegen des Klimas und der wenigen Leute,die einem hinterherhupen und pfeifen können eigentlich nicht schlecht.Trotzdem war mir etwas mulmig zu mute. Außerdem hat uns eine etwas gruselig aussehende Frau angesprochen, die wir nicht richtig verstanden haben. Ich würde gerne öfter mal laufen gehen aber wenn man sowieso schon ständig angeglotzt und einem „hola hermosa“ hinterhergerufen wird ist das echt unangenehm-vorallem beim Laufen :D Außerdem haben wir heute morgen erfahren, dass einer meiner Mitfreiwilligen auf dem Weg zur Casa von einem Hund gejagr wurde. Er ist mit dem Rad gegen den Bordstein gefahren und hat nen kleinen Unfall gebaut. Blöderweise an der Stelle an der Carla und ich langgelaufen sind- da werd ich garantiert nicht nochmal blicken lassen. Diese scheiß Köter gehen mir echt auf die Nerven!) So das wars mehr fällt mir grad nicht ein- Es ist aufjedenfall echt schön (ich weiß, das sage ich oft:D) und ich freue mich auf das, was ich hier erleben darf Es ist so ein schönes Gefühl die Projekte und den Ort, von dem man aus Rundbriefen und von Info/Vorbereitungsseminaren soviel gehört hat, jetzt selber zu erleben. Manchmal habe ich immer noch nicht kapiert, dass ich in Chile bin, dann sehe ich mich um, rieche den typisch „San Felipianischen“Geruch und realisiere es dann ein wenig Ich bin hier grad echt glücklich-Wir sitzen hier zusammen in unserem gemütlichen Wohzimmer und hören alte Lieder(Brosis-I belive, Us5-Maria,Spicegirls-Wannabee und ähnliche „Musik“),lachen und erzählen uns witzig Sachen Also meinetwegen kann es so weiter gehen, denn es ist echt wunderbar Süße Grüße aus San Felipe eure Kathi Ps: Hier der Link zu einem Lied, das mich in letzter Zeit zum Nachdenken angeregt hat und das meinen Zustand ganz gut beschreibt Ich finde es aufjedenfall echt schön http://www.youtube.com/watch?v=hf2cnIDyKL8 Pps: Achja so hört sich das „Lipi-Gas“Auto an, dass täglich an unserem Haus vorbei cruist und wenn nötig Gasflaschen austauscht:http://www.youtube.com/watch?v=Z9oLDiALQSE Ich liebe dieses Lied, auch wenn ich nur „Lipigas“ verstehe :D Pps: Ich habe zwar vor meiner Ausreise das Buch „Kulturschock Chile“gelesen und fand es echt interessant, aber ich werds denke ich noch ein zweites mal lesen, weil es doch was ganz anderes ist, wenn man die Informationen, die man vorher gelesen hat dann wirklich erlebt Wenn ich was spannendes finde, werde ich darüber auch mal was schreiben. Ich hoffe ich schreib hier nicht allzu viel Scheiß rein- Das ist einfach das was ich hier mache und erlebe und was ich denke

22.8.13 03:29, kommentieren

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Erste Eindrücke & "Donde esta mi Kicker?":)

Soooo nach den ersten Tagen der Eingewöhnung ist es wohl Zeit für meinen ersten Blog-Eintrag: Also zuerst einmal danke an die Leute die mich in meinem Wunsch nach Chile zu gehen bestärkt haben, denn ich bin echt froh diesen Schritt gegangen zu sein und werde ihn auch sicher nicht bereuen Danke, dass ihr mir den Rücken gestärkt habt und immer noch stärkt Die letzten Tage vor der Abreise waren irgendwie etwas nervig...Ständig flog irgendwas rum wo es nicht hingehötre und mich beschlich die Angst das irgendwas in meinem 23 Kilo schweren Koffer fehlt(inzwischen weiß ich dass es gefühlt 20 warme Pullis sind :D) Am vorletzten Abend in Good old Leopoldshöhe habe ich dann nochmal meine Freunde zum Grillen und Quatschen eingeladen und ich muss sagen, dass es schöner nicht hätte sein können. Es tat gut nochmal fast(!) alle gesehen und gesprochen zu haben. Das Gefühl, dass jemand der noch soviel Kilometer von dir entfernt ist und trotzdem an dich denkt macht irgendwie glücklich und nimmt einem auch ein wenig die Angst Klar, gibt es Dinge die ich vor meiner Abreise noch gerne gemacht hätte aber für mich war es die beste Zeit zu gehen und beschwingt von der Vorfreude auf etwas komplett Neues ging es dann am nächsten Tag gemeinsam mit meiner Mama, Bekki und Carl zum Flughafen, wo wir dann einige der anderen Freiwilligen getroffen haben. Bis dahin hatte ich immer noch nicht ganz realisiert, dass es jetzt wirklich, komplett, echt total losgeht. Nachdem ich dann einige viele Tränen verdrückt hatte, konnte ich mich dann doch losreißen und bin gemeinsam mit den anderen 10 ins Flugzeug gestiegen-allerdings mit der Hoffnung, dass wir in der einen Stunde, die wir in Madrid zum Umsteigen hatten- hinkommen würden. Dem war allerdings nicht so- Der Flieger war weg und ich stand dann doch ziemlich aufm Schlauch :D Ronja (eine meiner Mitfreiwilligen) ist von Zürich ausgeflogen und hatte den Flieger nach Madrid noch bekommen können. Wir anderen leider nicht. Wir wurden dann umgebucht und sind dann statt der Route London-Madrid-Santiago noch über Sao Paolo und Buenos Aires geflogen. Das ewige Gewarte am Flughafen und die lange Reise zerrten nach einer Weile sehr an den Nerven,weswegen ich froh war,dann endlich nach 36 Stunden in Santiago angekommen zu sein. Leider ist unser Gepäck nicht die gleiche Strecke geflogen wie wir. Zwei Koffer standen am Gepäckband aber der Rest galt bis dahin als verschollen. Wir haben dann erstmal unsere Daten hinterlassen und aufgeschrieben wie unsere Koffer aussehen bzw. was drin ist. Mauricio (Unser Ansprechpartner Nr.1 ) hat uns dann gemeinsam mit Ronja abgeholt und zu unserer Wohnung nach San Felipe gebracht. Unsere Nachbarin hatte uns schon ein wenig zu Essen hingestellt, was mich fast noch mehr gefreut hat als die Tatsache endlich angekommen zu sein Diese Geste fand ich wirklich sehr sehr süß und hat mich auch ein wenig die Eises-Kälte vergessen lassen. Wir haben dann noch etwas Tee getrunken und uns mit Mauricio unterhalten. Bis dahin dachte ich noch, dass ich mich wenigstens ein bisschen verständigen kann- bis er mir dann verständlich machte dass er sehr langsam und deutlich spreche. Er sei Lehrer und müsse deshalb mit uns reden, als wären wir Bekloppte :D Von unserer Wohnung bin ich wirklich begeistert sie ist klein aber fein und noch schöner als ich sie mir vorgestellt hatte Nachdem wir die Zimmer ausgelost hatten bin ich dann zufrieden ins Bett geplumst In der Nacht konnte ich trotz der Kälte recht gut schlafen. Ich hatte auch kein Jet Leg- zum Glück!!!! Am nächsten Tag haben wir versucht uns so dick wie eben nur möglich in unsere Anziehsachen einzupacken In Tinis Zimmer haben wir dann einen Sack mit Kleidung der Ehemaligen gefunden,die wir dann verwendet haben Trotzdem habe ich noch nie so gefroren wie in den letzten Tagen- da hilft nur Bewegung und eine heiße Dusche, über die ich mich noch nie so gefreut hab wie hier (auch wenn das warme Wasser nur 10 Sekunden anhält :D). Am nächsten Tag sind wir dann in die Casa Walter Zielke gegangen um die Jungs und Patty und Mario kennen zu lernen. Mario spricht deutsch und die erste Frage die er uns stellte war neben „Wir war euer Flug?““Dondé esta mi „Kicker“? Als wir ihm erklärten, dass unser Gastgeschenk noch in unseren verschollenen Koffern steckte, war er dann etwas enttäuscht. :D Die Jungs aus der Casa sind alle echt nett und haben sich über unsere Ankunft gefreut. Leider verstehe ich momentan noch gar nichts. Sie sprechen sehr schnell,umgangssprachlich und undeutlich. Die Sprache erinnert mich ein wenig an die der Minnions (kleine gelbe Teile aus dem Film „Ich einfach unverbesserlich“:D). Ich hoffe, dass ich da in den nächsten Tagen etwas besser durchsteigen werde aber es ist wirklich schwer. Selbst wenn ich im Spanischunterricht aufgepasst hätte, würde mich das hier kein Stück weiterbringen. Aber dass ich nichts verstehe, spornt mich irgendwie an diese Sprache noch schneller zu lernen und das Phase 6 Fenster auf meinem Pc nicht immer sofort wegzuklicken, sobald es erscheint. In den letzten Tagen sind wir immer um 1 in die Casa und haben gemeinsam mit den Jungs zu Mittag gegessen. Es wird viel gelacht und des öfteren auch mal laut, was bei so vielen Jungs ja nicht verwunderlich ist. Ich freue mich schon auf den Tag, an dem ich endlich verstehe was sie sagen. Momentan kann ich nicht-mal unterscheiden ob sie Witze über einen machen oder irgendwas nettes sagen-denn wie gesagt ich verstehe einfach nichts :D Am ersten Tag hat uns Mauricio die Bank gezeigt und ist mit uns Kaffee Trinken gegangen. Danach gab es eine kleine Vokabel Session im Supermarkt und ein langes Gespräch über das was wir hier machen werden. Es war echt interessant und hat mich ein wenig weitergebracht Am Abend hat sich dann eine Mitfreiwillige unfreiwillig im Klo eingesperrt. Die Befreiungsaktion hat ca 1 Stunde gedauert und war (ja okay irgendwie auch ein wenig fies darüber zu lachen :D) ziemlich witzig. Nachdem wir die Türklinke rausgeschraubt hatten sind Ronja und ich zu unserer netten Nachbarin gegangen um um Hilfe zu bitten. Als wir unser Problem geschildert hatten begann hat sie uns erstmal hereingebeten, ihre Gäste vorgestellt und gefragt ob wir Tee möchten. Danach hat sie dann Ronja (die kann wesentlich besser Spanisch als ich :D) erklärt wie wir die Tür auszuheben zu haben. Nachdem wir Tini von außen (Klofenster) Instruktionen gegeben haben hat sie es dann endlich geschafft sich aus dem Klo zu befreien. Am darauffolgendem Tag bin ich aufgewacht und mein erster Gedanke war, dass ich mir erstmal ne Ladung heißes Wasser über meine Füße kippen möchte. Aus unserem Wohnzimmer hörte ich Musik und als ich aufstand um nach zusehen, hüpfte und tanzte Carla durchs Wohnzimmer und machte Liegestützen um sich warmzuhalten. Um nicht zu erfrieren hab ich dann einfach mitgemacht (außer die Liegestützen -Ihr kennt mich ja :D). Der darauffolgende Moment war einer der schönsten in den bisherigen Tagen, da ein Auto vor unserem Haus hielt und 17 Koffer für uns auslud. Wie ein kleines Kind, dass seit Tagen auf den Postboten wartet stand ich am Zaun und hab mich einfach nur gefreut endlich endlich endlich in meine warmen Sachen zu schlüpfen . Abends waren wir im Theatro Municipal und haben uns ein Gitarrenkonzert eines in Deutschland lebenden Ehepaares angehört. Es war zwar echt schön aber auf Dauer sehr ermüdend,weswegen ich mehrmals eingenickt bin. Ein Junge aus der Casa hat das beobachtet und reißt nun immer mal wieder ein paar Witze darüber Achja einen Hund gibt es auch-Luchita ist ein Straßenhund der in der Casa gefüttert wird. Er folgt uns auf Schritt und Tritt und ist wirklich super lieb (ohja-wenn soetwas über einen Hund aus meinem Mund kommt muss das wirklich was heißen :D Heute waren wir wieder in der Casa und haben danach eine kleine Runde auf dem Markt gedreht,welcher anlässlich des Stadtjubiläums eine Woche eröffnet wurde. Hier gibt es sooooo geile Mützen mit Gesichtern drauf. Von Bart Simpson bis hin zum Krümel Monster ist alles dabei und wer mich kennt, der weiß genau, dass ich mich bei sowas dumm und dusselig kaufen könnte. Leider komme ich noch nicht so ganz mit der Währung hier zurecht (Die meisten von euch wissen ja, dass ich mit Mathe und Zahlen nicht allzu viel anfangen kann :D). Zum Glück rechnet Marian meistens für mich um. Nachdem wir morgens die Sonne, die sich allmählich blicken lässt, genießen konnten, sind wir in die Casa und dann in die Stadt gegangen, um von Mauricio zu erfahren, wo man Dinge des alltäglichen Gebrauchs kaufen kann Dabei haben wir Kontakt mit einer Frau im Waschsalon geknüpft,die eine Tochter in unserem Alter hat.Ich freue mich schon sie kennen zu lernen Bei diesem Gespräch ist mir aufgefallen wie herzlich hier aufeinander zugegangen wird. Wir standen mindestens 20 Minuten in diesem Laden und die beiden erzählten uns alles mögliche und haben uns jederzeit ihre Hilfe angeboten. Hier wird sich auch ganz anders gegrüßt- Jeder bekommt einen Kuss auf die Wange. Das finde ich wesentlich schöner als das doch irgendwie steife deutsche Händeschütteln wie ich es kenne :D Außerdem gab es ein kurzes Wiedersehen mit den Freiwiliigen aus Santiago, die ihre Koffer abgeholt haben. Wir haben uns ausgetauscht und viel erzählt und ich bin nach diesem Gespräch mal wieder sehr sehr froh darüber gewesen, dass wir in so einer behüteten Gegend wohnen. An diesem Abend haben wir in der Küche geholfen und mit den Jungs gequatscht. Ich habe viel neues erfahren, da mir ein Casa Junge z.B. einen selbstgeschriebenen Rap gezeigt hat. Die Jungs sind wirklich nett-Nach dem Theater haben sie uns sogar nach Hause gebracht und sich sehr interessiert versucht mit uns zu unterhalten, so gut es eben geht Jetzt sind wir wieder zuhause angekommen und ich sitze in Skiunterwäsche, 4 Tops samt 2 Pullovern und Fleespulli auf dem Bett und hoffe, dass ich diese Nacht nicht so friere wie die letzte Also, ich hoffe ihr konntet einen ersten Einblick von meinen ersten paar Tagen hier bekommen Ich freu mich aufjedenfall auf alles was noch so kommen mag: auf die neue Kultur, die Arbeit, die Sprache, die Menschen, die Möglichkeiten und Erfahrungen sowie auf die positiven als auch die negativen Seiten,die dieses Jahr haben werden. Egal was kommen mag-Ich fühl mich gewappnet :D Bis dahin versuch ich mich nicht von den kläffenden Kötern aus der Nachbarschaft, dem Chilenischen sowie dem ständigen Hinterhergehupe und Gepfeife (Kaum zu glauben- das passiert sogar wenn man wie der ranzigste Schlonz rumrennt!), denn es wird noch soviel passieren auf das ich mich einfach freuen kann und bis auf die Anfangsschwierigkeiten lief bis jetzt alles super! <3 Hasta luego-Haltet die Ohren steif!!! eure Kathi Ps: Bilder gibt’s dann demnächst-wenn sich ein paar angesammelt haben

5 Kommentare 10.8.13 05:06, kommentieren